Die Kosten einer anwaltlichen Vertretung in einem Kündigungsschutzverfahren in der ersten Instanz richten sich nach dem Streitwert. Dieser ergibt sich aus dem jeweiligen Monatsbruttoeinkommen. Besteht das Arbeitsverhältnis länger als ein Jahr, so entstehen bei einem Monatsverdienst von 3.000 Euro im Falle einer streitigen Entscheidung erstinstanzlich Anwaltskosten von etwa 1.350 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer – unabhängig vom Ausgang des Verfahrens. Bei einem erfolgreichen Abfindungsvergleich betragen die Kosten rd. 1.860 Euro.

Im Berufungsverfahren erhöht sich das Kostenrisiko, da im Falle des Unterliegens nicht nur die Kosten des eigenen, sondern auch des gegnerischen Anwalts übernommen werden müssen. Aus diesem Grunde ist es wichtig, dass die Kostendeckung durch eine Rechtsschutzversicherung erfolgt. Eine Rechtschutzversicherung mit »Familienrechtsschutz« umfasst alle Verfahren im Zivil-, Miet-, Arbeits- und Verkehrsrecht. Um die Deckungszuage Ihrer Rechtschutzversicherung kümmern wir uns. Beim gewerkschaftlichen Rechtschutz müssen Sie sich von den dortigen Rechtssekretären vertreten lassen.

Eine private Rechtschutzversicherung bedeutet, dass Sie die freie Auswahl eines Anwalts haben.

In der letzten Zeit schlagen einige Rechtsschutzversicherungen Rechtsanwälte vor, mit denen sie Sondervereinbarungen über die Vergütung und Kostenbegrenzung getroffen haben. Diesen Empfehlungen sollte nicht gefolgt werden, da der von der Rechtsschutzversicherung empfohlene Anwalt eventuell nicht nur die Interessen des Mandanten sondern auch die Interessen der Versicherung im Auge hat.

Eine Jahresprämie kostet durchschnittlich etwa 200 Euro. Mitversichert sind Ehegatten, Kinder, solange sie im Haushalt leben, sowie Lebenspartner. Wichtig ist, daß der Rechtsschutzversicherungsvertrag drei Monate vor dem Versicherungsfall (hier die Kündigung) abgeschlossen ist.