Mit der Frage, ob ein Arbeitsunfall im Home Office vorliegt, beschäftigen sich aktuell viele Sozialgerichte. Es kommt jeweils darauf an, ob ein versicherter Arbeitsunfall vorliegt, für den die Unfallversicherung eintreten muss. Aktuelle Fälle sind:
Eine Beschäftigte stürzt auf der häuslichen Treppen auf dem Weg zu ihrem Home Office. Der Unfallversicherungsträger hatte die Anerkennung eines Arbeitsunfalls abgelehnt, weil auf Treppen zwischen privat und geschäftlich genutzten Räumen kein Versicherungsschutz besteht.
Das sah das Bundessozialgericht anders. „Die Verrichtung zur Zeit des Unfallereignesses hat in einem sachlichen Zusammenhang zu der versicherten Tätigkeit gestanden. Es ist ein versicherter Betriebsweg zurück gelegt worden. Die Treppen ist mit der ‚Handlungstendenz‘ hinabestiegen worden, im Home Office Dienstgeschäfte zu erledigen.“ (BSG v. 27.11.2018).